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Einladung zum KVHS Zukunftstisch, Projektgruppe 'Marke Rheinhessen'
Wann: Montag, 24.08.2026 16:00 Uhr
Wo: Ober-Olm, Alte Schule, Schulstr. 2
In einem Brandbrief stellen die deutschen Obstbauern angesichts des rasanten Abschieds von der heimischen Obstproduktion in Folge der ruinösen Konkurrenz auf dem Weltmarkt die Frage „Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren?“
Der Merkurist berichtete am 08.08. und die AZ Mainz am 12.08. „Immer mehr, immer billiger und mit immer mehr Pestiziden zu produzieren kommt an seine Grenze“ so Franz Botens Vorsitzender des Naturschutzvereins ANUK e.V..
Frau Theresa Pfeifer vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz hat den Brandbrief mit unterzeichnet. Frau Pfeifer war auch in Ingelheim bei der Vorstellung der Ergebnisse einer Studie durch Prof. Brühl, die verheerende Pestizidbelastungen in den Naturschutzgebieten des Landkreises Mainz-Bingen aufzeigt. ANUK e.V. wirbt für das Volksbegehren „Artenvielfalt – Kein Gift in Naturschutzgebiete“ und schlägt in Schutzgebieten die Umstellung auf ökologischen Anbau vor.
„Klasse statt Masse aus unseren Naturschutzgebieten, das kann der Weltmarkt nicht bieten“ so Botens. Wie Konsumierende und Erzeugende zu Partner werden, ist Gegenstand des Zukunftstisches der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen.
„Regionale Partnerschaften nach dem bewährten Vorbild der Solidarischen Landwirtschaft machen unabhängig vom Weltmarkt, sichern die Existenz der Betriebe, produzieren hervorragende Lebensmittel für alle Partner und befreien unsere Naturschutzgebiete von der Pestizidlast.“ so Botens. Alle Interessierten Erzeugerbetriebe und Konsumierende (Unternehmen und Einzelpersonen) sind herzlich eingeladen zum KVHS Zukunftstisch, Projektgruppe 'Marke Rheinhessen'.
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Partenheim, 30. Januar 2026
Volksbegehren „Artenvielfalt – kein Gift in Naturschutzgebiete“
Unterschriftensammlung beginnt nächste Woche
Der Zulassungsantrag für das Volksbegehren „Artenvielfalt – kein Gift in Naturschutzgebiete“ befindet sich zur abschließenden formellen Prüfung beim Landeswahlleiter. Mit dem Volksbegehren wird den Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern ein Gesetzesvorschlag zur Abstimmung unterbreitet.
Ziel ist die Umstellung der konventionellen Landwirtschaft in Schutzgebieten auf ökologische Bewirtschaftung. Die Landesregierung hatte bereits vor 4 Jahren eine Ökologisierung der Landwirtschaft in den Naturschutzgebieten ab 2025 angekündigt. Angesichts des dramatischen Artenverlustes in Rheinland-Pfalz und der hohen Pestizidbelastung auch in Naturschutzgebieten soll diese Ankündigung durch einen Volksentscheid realisiert werden. Die Landesregierung hatte 175 Ausnahmegenehmigungen vom 2021 erlassenen Verbot der Anwendung von bienen- und bestäuberschädigenden Pestiziden in Naturschutzgebieten bewilligt. Es wurden danach viele dieser
Mittel in Blütenpollen aus Naturschutzgebieten nachgewiesen. Das bedeutet in großem Umfang auch Verstöße gegen die Bienenschutzauflagen. Näheres ist der Gesetzesbegründung zu entnehmen.
Anders als der EU-Vorschlag SUR soll kein Totalverbot von Pflanzenschutz kommen. Mit der uneingeschränkten Unterstützung ökologischer Landwirtschaft wird den Betrieben eine sichere Perspektive geboten. Der Bericht des DBV 2025 stellt bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben durchschnittlich um 20% höhere Gewinne gegenüber konventionell wirtschaftenden Betrieben fest. Auch kann die große Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln durch den heimischen Anbau nicht gedeckt werden. Im Gegensatz zum dramatischen Nachfrageeinbruch beim Weinbau schafft das Zuversicht. Und die besondere Lage in Schutzgebieten bietet kreativen Unternehmen neue Geschäftsmodelle.
Im Gesetzentwurf für das Volksbegehren ist eine Umstellungszeit von mindestens zwei Jahren vorgesehen. Auch soll die Ökologie bei der landwirtschaftlichen Ausbildung und Beratung stärker
vermittelt werden. Eine winwin-Situation für die Artenvielfalt, die Landwirtschaft und für Rheinland-Pfalz, so der 2. Vorsitzende von ANUK e.v. Matthias Reimann.
Franz Botens
Vorsitz ANUK e.V.
Der Gesetzesentwurf kann hier eingesehen werden!
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Bezug: PM von Umweltministerin Katrin Eder vom 31.10.2025:
„Wissenschaftliche Erkenntnisse sind Stütze für politisches Handeln“
Der Naturschutzverein ANUK e.V. begrüßt, dass Umweltministerin Katrin Eder wissenschaftliche Erkenntnisse als Stütze für ihr politisches Handeln entdeckt hat. Jetzt gelte es für Eder in den verbleibenden Monaten bis zur Landtagswahl endlich ins Handeln zu kommen und die hohe Pestizidbelastung in den rheinland-pfälzischen Naturschutzgebieten zu reduzieren.
Auf Grundlage eines gemeinsamen Erlasses von Umweltministerin Eder (Grüne) mit Landwirtschaftsministerin Schmitt (FDP) wurden durch 175 Außnahmegenehmigungen vom Insektenschutzpaket Insektengifte und Ewigkeitschemikalien (PFAS) in Naturschutzgebieten ausgebracht. Dies ergab eine Anfrage der ÖDP.
Diese Gifte wurden in einer wissenschaftlichen Studie der Uni Landau und ANUK e.V. auch in Naturschutzgebieten nachgewiesen. Dabei zeigte sich, dass die Auflagen zum Schutz der Bienen nicht eingehalten wurden. Auch war ein amphibientötendes Mittel weit verbreitet.
„Wir empfehlen Eder, statt der Genehmigung von chemisch-synthetischen Mitteln nur die im Ökolandbau zugelassenen Mittel in Naturschutzgebieten zu erlauben“, so Vorsitzender Franz Botens.
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Partenheim, 07. Januar 2025
Zur PM des rheinland-pfälzischen Umwelministeriums vom 27.12.2024:
- Katrin Eder: „16 Millionen Euro für Artenvielfalt und Artenschutz“-
https://mkuem.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/katrin-eder-16-millionen-euro-fuer-artenvielfalt-und-artenschutz
Eine Einordnung
Eder benennt in ihrer Pressemitteilung vom 27.12.24 treffend:„Die Biodiversitätskrise ist neben der Klimakrise eine der größten Herausforderungen unserer Zeit….“ Die genannten Ausgaben von 16 Millionen Euro für den Artenschutz beziehen sich, wie am Ende der PM eingeräumt wird, auf den gesamten Zeitraum von 8 Jahren seit Beginn der ersten Ampelkoalition in Rheinland-Pfalz und betrifft die Amtszeit der drei grünen Umweltministerinnen Ulrike Höfken, Anne Spiegel und aktuell Katrin Eder. Im Schnitt wurden nur 2 Millionen Euro pro Jahr für den Artenschutz eingesetzt. Hingegen hat Landwirtschaftsministerin Schmitt allein für Direktzahlungen 2024 179 Millionen Euro an die Landwirtschaft ausgezahlt
https://mwvlw.rlp.de/presse/detail/schmitt-rund-179-millionen-euro-direktzahlungen-an-landwirte
Zum „Rettungspaket Feldhamster“ ist anzumerken, dass der Feldhamster vor 40 Jahren noch flächendeckend in ganz Rheinhessen lebte und heute auf eine letzte, durch Inzucht genetisch verarmte und isolierte Population von ca. 300 Tieren zwischen Mainz-Hechtsheim und Mainz-Ebersheim geschrumpft ist. Mit Millionenbeträgen wurde in den letzten Jahren versucht die Population zu stabilisieren und zu vermehren. Letzteres ist bis dato nicht gelungen. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Vermehrung der Population ist ein erfolgreicher zweiter Wurf der Hamsterweibchen. Der wiederum ist nur möglich wenn genügend Insekten als Proteinnahrung verfügbar sind.
Birgit Königs, Pressesprecherin Nabu NRW am 21.März 2016 zur NABU-Feldhamstertagung in Zülpich:
„Deutlich wurde aber auch, dass es bei einer weiterhin intensiven Landwirtschaft mit Monokulturen, hohem Pestizid- und Düngereinsatz sowie mangelnder Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der in der Feldflur lebenden Tiere und Pflanzen der Schutz gefährdeter Arten wie dem Feldhamster einem aussichtslosen Unterfangen gleich kommt. Nur eine zumindest in Teilen völlig andere Landwirtschaft wird hier Abhilfe schaffen.“
Die Feldhamster brauchen eine extensive, diverse und strukturreiche Landwirtschaft wie sie noch vor 40 Jahren in Rheinhessen üblich war.
Eine Studie die in diese Richtung zielt wurde 2021 von einem breiten Bündnis vorgestellt: „Artenreiche Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz 2030“ sie veranschlagt 148 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich in Rheinland-Pfalz für Umweltmaßnahmen in der Landwirtschaft
https://rlp.nabu.de/natur-und-landschaft/landwirtschaft/29533.html
2021 wurde auch im Gebiet der letzten Hamsterpopulation von RLP sowohl bei Mainz-Hechtsheim als auch bei Mainz.Ebersheim mit Zustimmung der damaligen grünen Umweltministerin Spiegel ein hochgiftiges Insektizid, ein Neonikotinoid ohne Zulassung im Rahmen einer schnell erteilten sog. „Notfallzulassung“ eingesetzt. Der Europäische Gerichtshof hat dieses Vorgehen im Nachhinein als rechtswidrig verurteilt. Durch den Einsatz dieses Neonikotinoids hat sich die ohnehin schlechte Versorgung der Feldhamster mit Insekten mit großer Wahrscheinlichkeit noch verschlechtert, zumal das Neonikotinoid lange im Boden wirksam bleibt.
Auch kontraproduktiv war eine Ausnahmegenehmigung für den Einsatz von Glyphosat in Naturschutzgebieten, wie sie von der grünen Umweltministerin Ulrike Höfken ermöglicht wurde. Glyphosat zerstört die für Feldhamster wichtigen Ackerwildkräuter.
In Anbetracht der bisherigen Investitionen in die letzte Feldhamsterpopulation von einem niedrigen 5-stelligen Eurobetrag pro Hamster erscheinen die Kosten einer Extensivierung und Diversifizierung des Ackerbaus in Rheinhessen eine sinnvolle Alternative. Langfristig sollten für Rheinland-Pfalz Feldhamsterhabitate mit einer Gesamtgröße von mindestens 8000 ha angestrebt werden,
https://snu.rlp.de/fileadmin/snu/3_Projekte/7_BfN_Feldhamsterland/Massnahmen/Feldhamsterschutzkonzept_RLP_SNU.pdf
Der Experte Lars Neumeister hat hierzu eine praktikable und finanzierbare Ackerbaustrategie entwickelt
https://www.pestizidexperte.de/index.php
Nicht nachvollziehbar ist auch die Entscheidung der grünen Klimaministerin Katrin Eder, Ausnahmen vom Insektenschutzpaket, das von der früheren Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) erlassen wurde, zuzustimmen und die Ausbringung hochgiftiger, bestäubergefährdender Insektizide in Naturschutzgebieten zu ermöglichen. Folglich konnte eine Studie zu Pestizidrückständen im Landkreis Mainz-Bingen 2023 keinen Unterschied bei der Belastung von Naturschutzgebieten zu anderen Gebieten feststellen. Insgesamt wurden 49 Wirkstoffe nachgewiesen.
https://www.anuk.info/index.php/presse-infos/nachrichten/pestizide-im-bienenbrot
In 90% der Proben aus dem Landkreis Mainz-Bingen wurde auch das amphibientoxische Fungizid Folpet nachgewiesen. Kontaminierte Weinberge werden zu Todesfallen für wandernde Amphibien. Dieses ist geeignet den ohnehin stark dezimierten Amphibienbestand in Rheinland-Pfalz in eine ähnlich kritische Situation zu bringen, wie die Feldhamster.
https://www.anuk.info/index.php/projekte/froesche-kroeten
Warum alle drei grünen Umweltministerinnen dem Koalitionspartner FDP im Landwirtschaftsministerium so weit entgegenkommen bleibt im dunkeln. Ausbleibende oder verzögerte Artenschutzmaßnahmen verschlechtern und verteuern den Artenschutz in Rheinland-Pfalz, sie sind nicht nachhaltig. Die Intensivierung der Landwirtschaft durch Landwirtschaftsministerin Schmitt und die Extensivierung der Landwirtschaft durch Artenschutzministerin Eder stehen sich diametral entgegen. Dabei geht viel Energie und Glaubwürdigkeit verloren. Beide Ministerinnen haben sich aber der Landesverfassung mit Art. 69 verpflichtet:
„Der Schutz von Natur und Umwelt als Grundlage gegenwärtigen und künftigen Lebens ist Pflicht des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie aller Menschen.“
Für Rückfragen wenden Sie sich btte an
Franz Botens
Vorsitz ANUK e.V.
www.anuk.info
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Grün-gelb-rote Landesregierung in RLP überfordert!
Partenheim, 4. Juni 2024
49 verschiedene Gifte auf der Vegetation in und um Naturschutzgebieten im Landkreis Mainz-Bingen, im Schnitt 11 pro Probe!
Das ist das Ergebnis einer am 28. Mai in Ingelheim vorgestellten Pilotstudie der RPTU Kaiserslautern-Landau zusammen mit dem Naturschutzverein ANUK e.V. Wirkstoffliste, Standortkarte und Presseinfo stehen zum download auf anuk.info. Die höchste gemessene Konzentration war 7,3 mg/kg des Wirkstoffs Folpet im Juli 2023 auf dem Westerberg bei Ingelheim. Eine Raumanalyse zeigt keinen Unterschied der Pestizidbelastung in und außerhalb der Naturschutzgebiete.
Art. 69 der Landesverfassung verpflichtet: „Der Schutz von Natur und Umwelt als Grundlage gegenwärtigen und künftigen Lebens ist Pflicht des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie aller Menschen.“ „Die Landesregierung scheint hoffnungslos überfordert zu sein, ihre Verpflichtung aus Art. 69 zu erfüllen“ so Matthias Reimann, 2. Vorsitzender von ANUK e.V. Eine Volksinitiative, die von 30000 Menschen unterzeichnet ist kann den Landtag direkt beauftragen, sich mit der Pestizidreduktion zu befassen.
Auch Frau Theresa Pfeifer vom Bauern- und Winzerverband Süd hat am 28. Mai die Notwendigkeit einer Pestizidreduktion eingeräumt. Franz Botens, 1. Vorsitzender von ANUK e.V. schließt sich dem gestrigen Appell des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz an und lädt alle Naturschutzverbände und anderen gesellschaftlichen Kräfte dazu ein, die Volksinitiative „Kein Gift in Naturschutzgebiete“ zu unterstützen: „Ziel ist eine strukturierte Pestizidreduktion und endlich auch Planungssicherheit für die Landwirtschaft. Wir Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz können das Heft selbst in die Hand nehmen. Wir alle zusammen haben die Macht ein Thema zu setzen und auch im Volksentscheid durchzusetzen“, so Botens.
https://www.anuk.info/index.php/presse-infos/nachrichten/pestizide-im-bienenbrot
https://www.anuk.info/images/images/nachrichten/2024-05-28_einladung_pestizide2.pdf
https://www.imkerverband-rlp.de/umweltschutz-ade-ministerium-missachtet-europarecht-gefahr-fuer-unsere-naturschutzgebiete/
Franz Botens
1. Vorsitz
ANUK e.V.